News

12. Mär 2020

Preisentwicklung März 2019 bis März 2020. Ab März sinken die Preise in der Regel bis in den Frühsommer. Grafik: pelletpreis.ch

Sowohl der Preiskampf um Absatzmärkte in der Erdölbranche wie auch das Coronavirus, das den weltweiten Handel bremst, lassen jedoch die Preisdifferenz von Pellets zu Heizöl schrumpfen. Grafik: pelletpreis.ch

Pellets: Frühlingstemperaturen lassen Preise sinken – Preisdifferenz zu Heizöl schwindet

(PM) Wie fast immer im März gehen auch dieses Jahr die Preise für Pellets leicht zurück: CHF 373.00* kostete eine Tonne durchschnittlich. Das sind CHF 2.40 weniger als im Februar 2020. Es ist der erste Preisrückgang seit Mai 2019. Spätestens im April führen die ersten Pelletlieferanten gewöhnlich Frühjahrsaktionen durch. Die um Absatzmärkte kämpfende Erdölbranche sowie das Coronavirus drücken auf die Heizölpreise. (Texte en français >>)


Pellets weisen seit 2008, dem Start der unabhängigen Erhebung von Pelletpreisen in der Schweiz durch pelletpreis.ch, sehr stabile Preise auf. Da im Laufe der Zeit die Zahl der Pelletlieferanten zugenommen hat, sind die Preise seit 2016 sogar gesunken. So kostete eine Tonne Pellets im März 2015 noch durchschnittlich CHF 403.50. Mit CHF 373.00 pro Tonne waren sie im März 2020 praktisch gleich teuer wie im März 2019.

Preiskampf um Absatzmärkte in der Erdölbranche
Sowohl der Preiskampf um Absatzmärkte in der Erdölbranche wie auch das Coronavirus, das den weltweiten Handel bremst, lassen jedoch die Preisdifferenz von Pellets zu Heizöl schrumpfen: Im Februar kostete eine Kilowattstunde Heizöl noch lediglich Rp. 8.08, was für Pellets mit Rp. 7.66 pro Kilowattstunde nur noch einen geringen Preisvorteil bedeutet. Insbesondere Russland und Saudi-Arabien sehen in den tiefen Preisen eine Möglichkeit, die US-amerikanische Frackingindustrie aus dem Markt zu drängen. Neben den über 100 hochgiftigen Chemikalien, die beim Fracking in den Untergrund gejagt werden, um dem Gestein das Erdöl zu entreissen, braucht es ebenfalls Unmengen an Wasser und Sand. Zudem werden grosse Mengen an Methan freigesetzt, das verglichen mit CO2 30-mal klimaschädlicher ist.

CO2-neutral
Mit Pellets zu heizen ist deutlich klimafreundlicher als mit einer Gas- oder Ölheizung, denn der modernste aller Holzbrennstoffe ist CO2-neutral: Bei der Verbrennung wird lediglich das CO2 freigesetzt, das ein Baum während seines Wachstums der Atmosphäre entzieht. Die Bilanz der Treibhausgas-Emissionen von Pellets enthält daher nur die Treibhausgase, welche bei der Holzernte, beim Transport, bei der Herstellung und der Lieferung frei werden. Gemäss propellets.ch, dem Verein der Schweizer Holzpelletsbranche, betrug 2019 der Anteil Schweizer Pellets am inländischen Gesamtmarkt 77 %. Die restlichen 27 % stammen aus dem angrenzenden Ausland. Aufgrund der hohen Energiedichte von Pellets fällt zudem der Transport kaum ins Gewicht: Der Energieaufwand für den Transport beträgt nur rund 1 % des Heizwerts pro 100 km Fahrstrecke.

Text: Anita Niederhäusern, Herausgeberin pelletpreis.ch und ee-news.ch

0 Kommentare

Kommentar hinzufügen

 
  • Liebi LNC

  • Windhager

  • Tiba

  • Heizmann

  • Fröling

  • Oekofen
 

Ihre Werbung

Die Mediadaten finden Sie in unserem PDF

Newsletter

 

Folgen Sie uns!