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07. Dez 2017

Jean-Claude Barras, Direktor von Groupe E Entretec, erklärt die « Pelletbox ». ©Bild: A. Niederhäusern

Einfach einstöpseln und los geht‘s: Geliefert wird Wärme, auch im Hochtemperaturbereich, oder/und Warmwasser. ©Bild: A. Niederhäusern

Die mobile Pelletheizung auf dem Gelände der Blue Factory in Freiburg. ©Bild: A. Niederhäusern

Mobile Pelletheizung: 120 kW Leistung bei 7 Tonnen Verbrauch für 30 Tage Autonomie

(AN) Auf dem Gelände der Blue Factory in Freiburg heizt eine 120 kW Pelletheizung seit einem Jahr ein altes Gebäude: eine in einem Container untergebrachte mobile Heizung inklusive Pelletlager. „Sie wird rund zwei Jahre lang hier gebraucht“, erklärt Jean-Claude Barras, Direktor von Groupe E Entretec.


Die mobile Pelletheizung ist die erste dieser Art, die die Groupe E Entretec selbst entwickelt und gebaut hat. „Der Container ist exakt darauf ausgelegt, dass sowohl die Heizung, die Steuerung, ein 1000-Liter-Speicher, ein Expansionsgerät sowie ein 13 Kubikmeter-Pelletlager darin Platz finden“, erklärt Heizungsexperte Barras. Das Gebäude, das auf dem Blue Factory-Gelände mit der Pelletheizung beheizt wird, soll dereinst abgerissen, ersetzt und neu mit Fernwärme aus der Kehrichtverbrennung versorgt werden. Bis es soweit ist, kommt die Wärme aus dem Container.

Transport mit gefülltem Pelletlager
„Wir besitzen 40 mobile Heizungen“, führt Jean-Claude Barras aus. Diese hier sei die erste, die mit Pellets funktioniere. „Ein grosser Vorteil ist, dass wir sie mit gefülltem Pelletlager transportieren und an Ort und Stelle abladen können“, fährt er fort. Ab nächstem Jahr sollen zwei weitere mobile Pelletcontainer fossile Lösungen ersetzen. „Die Leistung können wir bis auf 300 Kilowatt erhöhen“, weiss der Direktor von Groupe E Entretec zu berichten. Bis zu 150 Kilowatt passen in einen Container, für 300 Kilowatt braucht es dann deren zwei. „Im oberen wird das Silo platziert, im unteren der Heizkessel, die Wärmeverteilung, ein Speicher und die restliche Technik.“ Ein Speicher sei auf jeden Fall sinnvoll, um die Heizung möglichst effizient zu betrieben.

Mobile Heizungen kommen zum Beispiel bei Heizungssanierungen oder Unterhaltsarbeiten und bei sich im Bau befindenden Gebäuden zum Einsatz, aber auch dann, wenn Heizungen unverhofft aussteigen. „Auch beim Ausbau von Nahwärmenetzen werden sie gebraucht. Wir haben zum Beispiel Anfragen aus dem Kanton Genf, in denen explizit eine nachhaltige mobile Heizung gefordert wird. Hier passt unsere neue Pellet-Lösung perfekt“, erzählt Jean-Claude Barras.

Schubboden statt Schrägboden
Im Pelletcontainer in Freiburg werden ausschliesslich Best Pellets aus Düdingen verbrannt. Damit die Pellets aus dem Lager möglichst gut aufgebraucht werden, wurde ein Schubboden eingebaut, dieser führt dann die Pellets über eine Schnecke in die Heizung. „Mit dem Einbau der üblichen Schrägböden hätten wir wertvollen Platz verloren. Um den Platz möglichst gut auszunutzen und das Lager vollkommen zu entleeren, haben wir das Lager zudem quadratisch gebaut“, erklärt Barras. Die KWB-Heizung auf dem Gelände der Blue Factory liefert ausschliesslich Wärme. Es wäre aber auch möglich, die Warmwasserproduktion anzuhängen. Technisch ist alles vorbereitet, die flexiblen Rohre müssten nur angeschlossen werden.

„Die sieben Tonnen Pellets, die ins Lager passen, liefern dem Gebäude so rund einen Monat lang autonome Wärme. Auch die Asche muss nicht öfter entfernt werden.“ Selbstverständlich wird die Heizung per Fernüberwachung gewartet. „Unsere Pelletcontainer sind für Einsätze über ein bis zwei Monate gedacht, können nach Bedarf aber auch viel länger eingesetzt werden, sogar über mehrere Jahre wie es hier der Fall ist“, schliesst Jean-Claude Barras.

Text: Anita Niederhäusern, Redaktorin und Herausgeberin ee-news.ch und pelletpreis.ch

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