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29. Mai 2017

Holz statt Öl: Die Schulanlage «Kandermatte» wird mit Pellets beheizt – nahezu emissionsfrei. ©Bild: zvg

Liebi: Pellets heizen Schulhaus in Thierachern

(PM) Im Schulhaus Kandermatte in Thierachern bei Thun steht seit September 2016 eine Pelletheizung von Liebi mit einer Leistung von zweimal 140 kW. Beheizt werden zudem auch Turnhalle und die Mehrzweckhalle. Das neue Heizsystem lohnt sich für die Gemeinde in vielerlei Hinsicht.


Während die Schüler im Sommer 2016 ihre Ferien geniessen, wurde im Untergeschoss der Schulanlage Kandermatte in Thierachern fleissig gearbeitet. Der Grund: Die bestehende Ölheizung hat ihre Lebensdauer überschritten und muss ersetzt werden.Seit 1976 ist die Heizung in Betrieb. Einzelne Komponenten wie die zentrale Heizungsregulierung wurden seit der Erstellung nie modernisiert. Auch der verwendete Öl-Heizkessel hat bereits 22 Jahre auf dem Buckel. Höchste Zeit also für ein modernes und nachhaltiges Heizungssystem.

Nach sorgfältigen und umfangreichen Abklärungen durch ein unabhängiges Ingenieurbüro entscheidet sich die Gemeinde Thierachern für ein Pelletheizsystem von Liebi. Der Brennstoff Pellets vermag die Verantwortlichen in der Gemeinde im Hinblick auf die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit am meisten zu überzeugen. «Die Ökologie stand bei der Entscheidung im Vordergrund», meint Hans-Peter Bigler, der Bauverwalter der Gemeinde Thierachern. «Hinzu kommt, dass wir bei anderen öffentlichen Gebäuden bereits positive Erfahrungen mit Pellets gemacht haben.»

Mehr Raum entsteht
Nach der Demontage des bestehenden Ölheizungssystems mit zwei grossen 50’000-Liter-Tanks entsteht viel Platz, denn die neue Pelletheizung braucht weit weniger Raum als ihre Vorgängerin. Der Heizraum wird neu aufgeteilt. Einerseits wird der Lagerraum für die Pelletheizung zweigeteilt. Überschreitet dessen Grösse nämlich einen Grenzwert, muss ein Zugang von aussen geschaffen werden. Dieser kostspielige Eingriff soll verhindert werden. Deswegen haben beide Pelletlagerräume ein Fassungsvermögen von knapp unter 50 Kubikmetern. Andererseits entsteht ein Raum, der fortan vom Hauswart genutzt wird.

Turnhalle und Mehrzweckgebäude
Die Befüllung des neuen Heizsystems verläuft ähnlich wie bei der alten Ölheizung. Die Pellets gelangen mit einem Schlauch durch die Aussenfassade ins Lager. Mittels einer Raumaustragungsschnecke mit Saugfördersystem werden die Pellets anschliessend von den Lagerräumen zu den beiden Kesseln gefördert. Dank des grossen Fassungsvermögens muss für die Befüllung des Lagers nur viermal jährlich ein Lastwagen vorfahren. Dies reicht, um sämtliche Gebäude der Schulanlage zu beheizen. Nebst dem Schulhaus sind auch die Turnhalle und der Mehrzweckraum mit dem Heizungssystem verbunden.

«Sensationelle» Messwerte
Die installierte Doppelkesselanlage mit einer Leistung von zweimal 140 kW hält die gesetzlichen Emissionsgrenzwerte deutlich ein. Trotzdem entscheidet sich die Gemeinde Thierachern dazu, jeweils einen Partikelfilter einbauen zu lassen. Auch bei dieser Entscheidung hätten ökologische Überlegungen eine Rolle gespielt, erklärt Hans-Peter Bigler. Die beiden Partikelfilter reduzieren die Staubemissionen, die bei einem Pelletheizsystem üblicherweise entstehen. Die Abnahmemessung zeigt dank der Filteranlage sehr tiefe Emissionswerte. «Die Messung lag in einem sensationellen Bereich », freut sich Hans-Peter Bigler. Ausserdem wird für die Entaschung ein grosser Aschesauger installiert. Da die Pelletheizung nur wenig Asche produziert, muss dieser vom Hauswart nur sporadisch entleert werden. Der Hauswart war während der 6-wöchigen Umbauphase oft vor Ort und wird in den Bauprozess miteingebunden, damit später bei der Inbetriebnahme und Instandhaltung der Anlage alles reibungslos verläuft.

Effizient und kostengünstig
Das neue Pelletheizsystem in der Schulanlage Kandermatte verbessert nicht nur die Energieeffizienz. Auch eine neue Steuerung wird eingebaut. So können rund 30 Prozent der früheren Betriebskosten eingespart werden. Denn das neue Heizsystem verbraucht rund 90 Tonnen Pellets pro Jahr. Die alte Anlage verbrauchte im selben Zeitraum über 50 Tonnen Öl. Hans-Peter Bigler rechnet jährlich mit 12’000 bis 15’000 Franken niedrigeren Betriebskosten gegenüber dem alten Ölheizsystem. Mehr Raum, eine hervorragende Ökobilanz und grosse finanzielle Einsparungen – die neue Heizung im Schulhaus Kandermatte lohnt sich für die Gemeinde Thierachern in mehreren Hinsichten. Mit dem Ablauf der 6-wöchigen Bauphase und dem Endresultat ist er «total zufrieden», sagt Hans-Peter Bigler. Seit die Heizungsanlage in Betrieb ist, sei alles absolut problemlos verlaufen: «Die Anlage ist ein Vorzeigeobjekt geworden».

Text: Liebi LNC AG

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